Zur Startseite - Home

Auf ein Wort...

„Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn."

 Jak. 1, 19 (L)

Ich kenne solche Situationen, in denen ich nicht richtig zugehört habe. Vor einigen Jahren besuchte ich meinen Opa mit dem Zug. Als ich ankam, war die Wiedersehensfreude riesig groß. Aber kurz darauf fragte er mich: „Wann kommt denn dein Zug? Wann fährst du wieder zurück nach Hause?“ Ich dachte sofort: „Will er mich schon wieder loswerden?“ Sofort sagte ich: „Opa, ich bin doch gerade erst angekommen. Warum soll ich schon wieder fahren?“ Ich merkte, dass ich wütend wurde. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass er das so gemeint haben konnte. Aber ich war in dem Moment gefangen in dem, was ich zu schnell gehört hatte. Ich hätte ja auch nachfragen können: „Opa, wie meinst du denn das?“ Diese Fragen zur Rückfahrt stellte mein Opa damals öfter, kurz nachdem ich gerade gekommen war. Irgendwann begriff ich: Ich muss ihm richtig zuhören und ihm die Chance geben, ihn zu verstehen. Denn er hatte damit gar nicht gemeint, dass ich wieder wegfahren soll, sondern er wollte nicht, dass ich den Zug verpasse und auf den nächsten warten muss.

Solche Situationen kann man auch auf die Begegnung mit Gott beziehen. Hören wir Gott denn immer richtig zu? Fragen wir nicht manchmal sofort wütend: „Gott, wo bist du denn gerade, jetzt, wo ich dich so dringend brauche?“ Dann schließen wir unsere Ohren und vertiefen uns in dem Zorn, dass Gott nicht da sei, uns nicht beschützt. Sollten wir dann nicht vielmehr die Ohren ganz besonders öffnen? Öffnen für das, was er uns vielleicht sagen möchte? Denn nur dann, wenn wir inne halten und verstehen wollen, haben wir die Möglichkeit zu hören. Gott hören und verstehen. Mit Gott reden und mit ihm einen Dialog führen. Und wenn wir das tun, brauchen wir auch gar nicht mehr zornig zu werden. Denn Gott hört zu, Gott versteht.

Diakonin Miriam Schlimgen, Sozialarbeiterin im Otto-Riethmüller-Haus in Bethel

 

Wochensprüche / Wochenlieder

  • 3. So. nach Trinitatis (07.07.)
    Denn der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. | Lk 19,10
    EG 353 Jesus nimmt die Sünder an / EG.E 17 Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt
  • 4. So. nach Trinitatis (14.07.)
    Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. | Gal 6,2
    EG 428 Komm in unsre stolze Welt / EG 495 O Gott, du frommer Gott
  • 5. So. nach Trinitatis (21.07.)
    Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. | Eph 2,8
    EG 241 Wach auf, du Geist der ersten Zeugen / EG 313 Jesus, der zu den Fischern lief
  • 6. So. nach Trinitatis (28.07.)
    Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! | Jes 43,1
    EG 200 Ich bin getauft auf deinen Namen / EG.E 10 Ich sage Ja zu dem, der mich erschuf

 

 

Der Zuhörer

Wenn du nichts mehr zu sagen hast, hört Gott am intensivsten zu

© Eleonore Hillebrand

 

----------

 

Nimm dir nicht zu viel vor.
Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten
an jedem Tag zu jeder Stunde.

Papst Johannes XXIII
 

 

 

 

   Informationen

  » Kontakt
  » Impressum

  Folgen Sie uns auf:

Folgen Sie uns auf Facebook!Folgen Sie uns auf Twitter!Lesen Sie mehr bei Issuu!Sehen Sie unsere Filme auf YouTube!

[Neu:] Wohnangebot in Nazareth

Hier klicken - zum Wohnangebot
Wir laden Sie ein als Mieter die Möglichkeiten der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth kennenzuzlernen...


AltenpflegerIn werden ...

Hier klicken - Zur Teilzeit-Ausbildung AltenpflegerIn


Nützliche Links
Aktuelles
Kontaktformular
Aktuelles Bethel

 

Informationen
Direktion
Impressum
Datenschutz
Tipps zum Datenschutz
Barrierefreiheit
Presse Bethel

Service
Sitemap
Downloads

Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sind wegen Förderung mildtätiger, kirchlicher und als besonders förderungswürdig anerkannter gemeinnütziger Zwecke nach dem Freistellungsbescheid bzw. nach der Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid des Finanzamtes Bielefeld-Außenstadt, StNr. 349/5995/0015, vom 25.02.2015 für den letzten Veranlagungszeitraum nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit.
OK

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Weitere Informationen.

© 2019 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel