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Auf ein Wort...

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

 Hiob 19,25 Luther

Was für ein Satz! Wer ist der, der eine so tiefe Hoffnung so klar benennt, und in welcher Situation steckt er? Er klingt so selbstbewusst und mutig. Aber – so ist es nicht. Der Satz stammt nicht aus dem Mund eines starken biblischen Glaubenshelden. Er stammt aus der ausgetrockneten heiseren Kehle von Hiob, einem geschundenen, zerbrochenen Mann auf dem stinkenden Misthaufen seines Lebens. Alles, was er hatte, ist verloren. Alle, die er liebte, wurden vernichtet. Alles, was ihn ausmachte, hängt nur noch in stinkenden Hautfetzen von ihm herunter.

Stellvertretend für alle Leidenden dieser Welt stellt Hiob die tiefen Fragen: Warum müssen Unschuldige leiden? Worin liegt der Sinn des Leidens und warum schweigt Gott dazu? Er sucht durch das ganze Buch hindurch nach Erlösung, nach einem Anwalt – auch in Gott und in seinen Freunden. Aber: Gott hat ihn in diese Situation gebracht und die Freunde erkennen nicht, was wirklich hilft. Als er nicht mehr weiter weiß, bleibt ihm nur noch eins: Gott als Anwalt gegen Gott selbst anzurufen: „Ich glaube, du Gott, bist mein Feind. Ich bin kurz davor, daran zu verzweifeln und gleichzeitig glaube ich, dass Du mich erlösen wirst.“

Gott ist nicht in den frommen Worten der heiligen Schriften, losgelöst vom wirklichen Leben, mit all ihren Schicksalen zu finden, sondern mitten darin. Sogar mitten im Leid ist Gott da. Leidende sind nicht Gott-los. Leid ist auch eine Gotteserfahrung. Jeder Atemzug - Gottes Atem – Gottes Nähe. Dietrich Bonhoeffer schreibt 1944 in NS-Haft: „Menschen gehen zu Gott in ihrer Not, flehen um Hilfe, bitten um Glück und Brot, um Errettung aus Krankheit, Schuld und Tod. So tun sie alle, alle, Christen und Heiden. Menschen gehen zu Gott in seiner Not, finden ihn arm, geschmäht, ohne Obdach und Brot, sehen ihn verschlungen von Sünde, Schwachheit und Tod. Christen stehen bei Gott in seinem Leiden. …“

Unsere Hoffnung in Not: Gott ist auch dort.

Unsere Aufgabe in Not: Beistehen – dem Nächsten und Gott.

Diakon Frank Fischer, Beauftragter für beruflich Mitarbeitende in Verkündigung, Seelsorge und Bildungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen

 

Wochensprüche / Wochenlieder

  • 20. So. nach Trinitatis (03.11.)
    Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. | Micha 6,8
    EG 295 Wohl denen, die da wandeln / EG 408 Meinem Gott gehört die Welt

  • Drittletzter So. des Kirchenjahres (10.11.)
    Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. | Mt 5,9
    EG 152 Wir warten dein, o Gottes Sohn / EG 426 Es wird sein in den letzten Tagen

  • Vorletzter So. des Kirchenjahres (17.11.)
    Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi. | 2. Kor 5,10a
    EG 149 Es ist gewisslich an der Zeit / EG 378 Es mag sein, dass alles fällt
  • Ewigkeitssonntag (24.11.)
    Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen. | Lk 12,35
    EG 147 und 535 Wachet auf, ruft uns die Stimme / EG 153 Der Himmel, der ist, ist nicht der Himmel, der kommt

 

 

Ich gehe langsam aus der Welt heraus
in eine Landschaft jenseits aller Ferne,
und was ich war und bin und was ich bleibe,
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile
in ein bisher noch nicht betretnes Land.

Ich gehe langsam aus der Zeit heraus
in eine Zukunft jenseits aller Sterne,
und was ich war und bin und immer bleiben werde,
geht mit mir ohne Ungeduld und Eile,
als wär ich nie gewesen oder kaum …

Hans Sahl


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Als ob es die Toten gäbe
Herr, es gibt keinen Toten, es gibt nur Lebende
auf unserer Erde und im Jenseits.
Herr, den Tod gibt es, aber er ist nur ein Moment,
ein Augenblick, eine Sekunde, ein Schritt.
Der Schritt vom Vorläufigen ins Endgültige,
der Schritt vom Zeitlichen ins Ewige.

Michel Quoist

 

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